Die neue Messe – die Messe Papst Pauls VI. aus dem Jahr 1969, welcher Papst Benedikt XVI. den Namen “Usus ordinarius” gegeben hat – weist ernste Mängel auf. Das ist gründlich untersucht und auch publik gemacht worden. Der katholische Theologe und Priester Prof. Dr. Georg May (*14.9.1926 in Liegnitz/Schlesien) weist in diesem Video auf einige der Defizite hin:
Defizite der neuen Messe (2:36 min)
Die Messe Papst Pauls VI. folgt dem Grundsatz: so protestantisch wie möglich, so katholisch wie nötig. Sie verschweigt und verkürzt in wesentlichen Punkten den überlieferten katholischen Glauben. Und sie hat sogar die Wandlungsworte geändert – “für alle” statt “für viele” -, was einer Fälschung der Worte Jesu, die sein Testament an uns sind, nahekommt: “Dies ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden”, vgl. dazu Mt 26,28 und Mk 14,24. Hinter dieser Änderung dürfte eine unkatholische, neo-origenistische Allerlösungslehre stehen. Im November 2006 hat die vatikanische Gottesdienstkongregation die Bischofskonferenzen der Welt aufgefordert, die Wandlungsworte zu berichtigen und den ursprünglichen Wortlaut wiederherzustellen, und hat dafür eine Frist von zwei Jahren gesetzt. Die Frist ist ausgelaufen, und die deutschen Bischöfe sind der Aufforderung des Papstes noch immer nicht gefolgt – im Unterschied etwa zu den ungarischen Bischöfen, die vor einigen Monaten zum richtigen Wortlaut zurückkehrten. Das Verhalten der deutschen Bischöfe kontrastiert merkwürdig zu ihren scharfen Angriffen gegen die Piusbruderschaft wegen deren Mangels an Gehorsam gegen Rom…
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Wie sieht die Priesterbruderschaft Papst Pius X. die neue Messe? Dazu ein Zitat von ihrer Website:
Wie steht die Priesterbruderschaft St. Pius X. zur “Neuen Messe” Papst Pauls VI.?
“Tatsächlich wurden in den neuen Texten die Hinweise auf das Sühneopfer entfernt, die Atmosphäre des Mahles beim Abendmahl auf Kosten des Opfercharakters verstärkt und die Anbetung, die Zahl der Kreuzzeichen und die der Kniebeugungen verringert. Im neuen Ritus zielt alles darauf hin, das katholische Dogma über die heilige Messe, wie es vom Konzil von Trient definiert wurde, durch protestantische Begriffe zu ersetzen. Die Intention wird sich dadurch schließlich auf einen protestantisierten Ritus beziehen und nicht mehr auf das, was die Kirche aller Zeiten für alle Zeit vollbringt. Hinzu kommen noch die schlechten Übersetzungen, die willkürlichen Anpassungen, die eigenen Einfälle der Zelebranten (die ‘Kreativität’), etc. – viele Ursachen einer möglichen Ungültigkeit und jedenfalls des Sakrilegs! Der zu ziehende Schluß ist klar: Wir haben die Pflicht, uns für gewöhnlich von diesem neuen Ritus fernzuhalten. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa bei einer Hochzeit oder bei einem Begräbnis, dürfen wir ihm beiwohnen. Dies jedoch auch nur dann, wenn wir die moralische Gewißheit haben, daß die Messe gültig und nicht sakrilegisch ist. Das gilt für die gesamte Liturgiereform. Es ist daher besser, nur einmal im Monat zur wahren heiligen Messe zu gehen, wenn es nicht anders möglich ist, dann in noch größeren Abständen, als an einem Ritus mit protestantischem Beigeschmack teilzunehmen, der uns die Unserem Herrn geschuldete Anbetung, vielleicht sogar Seine wahre Gegenwart vorenthält. Die Eltern müssen ihren Kindern erklären, warum sie lieber zu Hause beten, als an einer Zeremonie teilzunehmen, die für ihren Glauben gefährlich ist.”
Ist diese Messe häretisch?
“Wenn man von den Personen absieht, welche die Sakramente nach diesem neuen Ritus spenden, und nur die allgemeine Reform in den von Rom veröffentlichten Texten betrachtet, muß man mit den Kardinälen Ottaviani und Bacci feststellen, daß sich diese Riten in wahrhaft beunruhigender Weise von den zu diesem Gegenstand definierten Texten des Konzils von Trient entfernen. Die Bestrebungen eines übertriebenen Ökumenismus haben diese Neuerungen der protestantischen Reform derart angenähert, daß daraus eine ernste Gefahr der Verminderung des Glaubens entstanden ist. Bei denjenigen, die diese Riten gewohnheitsmäßig und ständig gebrauchen, stellt man sogar den Verlust des Glaubens fest, selbst wenn sie sich bemühen, dabei den äußeren Schein der Überlieferung zu wahren. Hinsichtlich der offiziellen reformierten Texte, muß man somit zu dem Urteil kommen: ‘Faventes haeresim – sie begünstigen die Häresie’.”
Ist die “Neue Messe” ungültig?
“Ein schwerwiegendes Problem! Wie kann der Gläubige das beurteilen? Für die Gültigkeit einer Messe bestehen wesenhafte Bedingungen: die Materie, die Form, die Intention und der gültig geweihte Priester. Sind diese Bedingungen erfüllt, ist nicht einzusehen, warum man befürchten sollte, daß die Messe ungültig sei… Es ist klar, daß in dem Maß, wie der Glaube der Priester verfällt und sie nicht mehr die Intention haben zu tun, was die Kirche immer getan hat – denn die Kirche kann ihre Intention nicht ändern -, es immer weniger gültige Messen gibt. Die heutige Ausbildung der sogenannten Seminaristen bereitet sie nicht darauf vor, gültige Messen zu zelebrieren… Andererseits kann man ohne die geringste Übertreibung sagen, daß die meisten Messen, die ohne Altarstein zelebriert werden, mit banalen Geräten, gesäuertem Brot, Einführung profaner Reden, die sogar in den eigentlichen Kanon und auch sonst eingeschoben werden, sakrilegisch sind und daß sie den Glauben verfälschen, indem sie ihn mindern. Die Entsakralisierung geht so weit, daß diese Messen ihren übernatürlichen Charakter, das ‘Geheimnis des Glaubens’, verlieren können, so daß sie nur mehr Akte einer natürlichen Religion sind.”
Quelle: http://www.piusbruderschaft.de/bruderschaft/ueber-uns/34-fragen-faq
Danken wir Gott für Papst Benedikt XVI., der den Mut hat, Fehlentwicklungen behutsam zu berichtigen, und beten wir täglich für ihn.